Allerlei Unfug

Maunzepaul ist jetzt seit knapp 10 Wochen bei uns, doch mir kommt es so vor, als treibe er hier schon viel länger sein Unwesen. Ursprünglich war uns Pauli als sehr ruhiges und sanftes Tier beschrieben worden, was er die ersten Tage durchaus auch war. Inzwischen ist unser Kleiner allerdings in die Flegeljahre gekommen und heckt in seinem schwarzen Köpfchen allen möglichen Unfug aus. Er ist blitzschnell geworden, apportiert Fellmäuse und diverses anderes Spielzeug unermüdlich wie ein Hund, hat die allerletzten Winkel der Wohnung erkundet, dort Spielzeug- Notdepots angelegt, erklimmt dank gewachsener Körperkraft ungeahnte Aussichtspunkte und verschleppt alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Alles, was sich bewegt, wird erbarmungslos gejagt, Frauchens Füße, Herrchens Schuhbänder, flatternde Vorhangecken, baumelnde Gürtel, ja selbst vor Romsis Schwanz schreckt Paulchen nicht zurück. In letzterem Fall bezieht er dann regelmäßig moderate Prügel mit eingezogenen Krallen seitens Romsi, was ihn aber nicht davon abhält, bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit wieder nach diesem besonderen Objekt der Begierde zu tatzeln. Er hat andererseits aber einen solchen Charme, daß weder wir Dosis noch seine Katzengouvernante Romsi ernsthaft ungehalten werden - unser Paule ist eben ein äußerst  liebenswerter Strolch und zudem ein ganz zärtlicher und anschmiegsamer Kampfschmuser.

Aber seht selbst:

 

Paulchen, der Aktendeckel

Paule beim Bueroschlaf

Wenn so ein Katerle sich auf dem Schreibtisch breitmacht, dann macht es sich wirklich breit.

  An ernsthaftes Arbeiten oder gar Sortieren der Ablage ist dann nicht mehr zu denken :-)))

Paulchen, der Schreibtischtaeter

Man kann aber nicht nur Frauchens Schreibtisch in Beschlag nehmen, Kugelschreiber klauen, Lampenschnürchen jagen, Computermäuse vom Tisch schubsen und Papier zerknittern und zerfetzen, nein, man kann auch Wäscheständer besteigen, an Wäscheklammern nagen und von einem Ständer zum anderen klettern - manchmal beiben die sogar stehen, aber nur manchmal ...

 

auf dem WaeschestaenderPauli mit Handfeger 

 

 

 

 

 

 

 

Katzenstreu, die aus den Klos gebuddelt wurde, kann man bei uns momentan nicht aufkehren, denn Paule hat einen neuen Lieblingsfeind: den Handfeger. Wann immer dieser in Aktion tritt, ist Paule zur Stelle und klammert sich an ihm fest. Der Lieblingsfeind wird immer wieder selbständig aus dem Putzeimer gefischt und waidgerecht gerupft.  Fragt sich, wer hier der Feger ist :-)))

 

Während sich Frauchen mit der Suche nach ihrem Feuerzeug (Ohrring, Radiergummi, Filzstift etc.) vergnügt oder den Wäscheständer neu aufbaut, abgefallene Stücke wieder aufhängt und die zu Tode erschrockene Romsi beruhigt, kann Paulchen ungestört und unbeobachtet zu weiteren Taten schreiten. Sehr verdächtig ist es, wenn man ihn weder sieht noch hört. Letzte Woche habe ich ihn dann in folgender Situation ertappt

 

Paulchen auf der Kloschuesselfast in der Schuessel 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mich hätte bei diesem Anblick fast der Schlag getroffen - wer hatte den Deckel offengelassen ?!

 

 

Paule seinerseits war sehr angetan vom Geschmack dieses vortrefflichen Quellwassers und bedachte meine Entsetzensschreie nur mit einem verständnislosen Blick nach dem Motto:

Ich weiß gar nicht, wieso Du Dich so erregst ?

Paulchen auf dem Throm 

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