Paule wird erwachsen

Vor drei Wochen rochen wir es zum ersten Mal: in unserer Wohnung hatte  ganz offenbar ein komplettes Löwenrudel  sein Nachtlager aufgeschlagen. Aber wo waren die Tiere bloß? Auf der Suche fanden wir lediglich einen ganz aufgedrehten Maunzepaul, der sich andauernd schützend von hinten auf Romsi warf, um sie unter sich zu verstecken. Romsi hatte aber überhaupt keine Angst vor den Löwen und versuchte reichlich verärgert, ihren eifrigen Beschützer abzuschütteln. Es war uns schnell klar:  Maunzepaul muß seine Kronjuwelen abgeben, er wird erwachsen.

Ein Termin zur Kastration war schnell gemacht, Paule kam nachmittags um halb Vier unter das Messer, wurde vorsichtshalber auch tätowiert, denn man weiß ja nie, ob unser Wohnungskaterle nicht doch eines Tages einmal das Weite sucht und findet oder die Dosis einmal im Lotto gewinnen und sich ein Haus im Grünen mit Freilaufmöglichkeit für die Miezen leisten können. Laut Tierarzt hatte Paule eine “Leichtnarkose” bekommen und sollte relativ schnell wieder wach werden. Fressen dürfe er aber erst dann, wenn er ohne zu torkeln wieder ganz normal laufen könne. Das solle so am späten Abend der Fall sein. Von wegen. Bereits auf dem kurzen Heimweg pfotelte der Patient eifrig durch die Stäbe des Transportkorbs, daheim verließ er diesen nach wenigen Minuten, fiel zweimal kurz um, rappelte sich sogleich wieder hoch und stakste schnurstracks in die Küche. Da er dort aber nichts Freßbares vorfand, machte er sich erstaunlich zielstrebig und nur wenig schwankend auf den Weg ins Wohnzimmer zum Blumenfenster und erlegte kurzerpfot eine dicke Fliege und verspeiste diese - so schnell, daß wir gar nicht richtig mitbekommen haben, was da vor sich geht. Die Fliege wurde zwar alsbald wieder unverdaut ausgewürgt, aber das störte Paulchen nicht weiter. Er begab sich nun auf das Klo, erledigte sein Geschäft in vorbildlicher Haltung (der Tierarzt hatte uns empfohlen, die Streu gegen Zeitungspapier auszuwechseln, falls Paule mit den Hinterbeinen einknicken sollte, doch dazu war noch gar keine Zeit gewesen ... ) und spazierte aufrecht und ohne Wanken auf den Balkon um sich dort schlafen zu legen.

Nach relativ kurzer Zeit erschien er abermals in der Küche und forderte lautstark sein Abendessen, was er dann auch bekam. Danach ließ er sich auf dem Wohnzimmersofa nieder und schlief dort seinen Restrausch aus. Damit war das Thema Kastration dann für Paule und auch für uns “gegessen” :-)))

der Patient braucht viel Ruhe und Platz

 

Das alles ist jetzt etwa zwei Wochen her, das oben erwähnte Löwenrudel ist mittlerweile weitergezogen  und Paule läßt Romsi jetzt weitestgehend zufrieden. Seit diesen Tagen gehört das Wohnzimmersofa allerdings ausschließlich Paulchen, er macht sich dort nun immer so breit und die anderen Mitbewohner dürfen sich gnädigerweise an den Seiten mit dazu quetschen. Maunzepaul wird zum Pascha!

HIer einige Beweisfotos:

Lackaffe oder Glanzstück?

 

KorkenzieherkaterMäusepaul 

 

 

 

 

 

 

 

Mörderkater

Reibeisenzunge

Mittlerweile ist es richtig Sommer geworden, auf dem Balkon wächst, blüht und gedeiht es und deshalb sitzt Frauchen auch in der Freizeit am Liebsten draußen an der frischen Luft. Leider geriet daher die Aktualisierung der Homepage etwas ins Hintertreffen. Ich erfüllte mir (nicht nur aus diesem Grund) einen jahrelangen Wunschtraum und legte mir ein Notebook zu - mit drahtloser Verbindung ins Internet und mit Beleuchtung zum nächtlichen Chatten vom Balkon aus. Welch Luxus! Welche Freude! Jubel ! 

 Die Miezen sind ebenfalls ganz angetan, daß wir jetzt noch mehr Zeit gemeinsam auf dem Balkon verbringen können und so sieht es dann bei uns aus: Romsi auf dem Sessel und Paule auf dem Schoß.

 

wir sind verliebtSommertraum  

 

 

 

 

 

 

 

 

So wünschen wir Euch allen einen schönen Sommer, wenn es etwas Neues und Berichtenswertes gibt, melden wir uns an dieser Stelle wieder! Bis dann!

Katrin, Romsimaus und Maunzepaul

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